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Demenzerkrankungen

Demenzerkrankungen

Welchen Einfluss haben wir selbst auf die Entstehung dieser gefürchteten Erkrankung?

Demenzerkrankungen nehmen zu. Als ursächlich sind vor allem demografische und gesellschaftliche Veränderungen aufzuführen: Das Lebensalter steigt, weltweit wächst die Bevölkerung, die Erkrankung erfährt mehr Aufmerksamkeit als noch vor einigen Jahren und ungünstige Lebensstilfaktoren nehmen immer weiter zu.

Einen beeinflussbaren Faktor als Risiko für eine dementielle Entwicklung findet man bereits in der frühen Lebensphase: Eine mangelhafte Bildung.

In der mittleren Lebensphase spielen folgende Risikofaktoren eine Rolle, welche das Auftreten einer Demenz begünstigen können. Bis auf das Schädel-Hirn-Trauma sind allesamt beeinflussbar:

  • Schlechtes Hören (Machen Sie unbedingt zeitnah einen Hörtest. Tragen Sie Ihr Hörgerät z.B. auch bei der Gartenarbeit, denn auch Umgebungsgeräusche sind wichtig für unser Gehirn.)
  • Ein erhöhtes LDL Cholesterin
  • Eine Depression
  • Körperliche Inaktivität
  • Diabetes mellitus
  • Rauchen
  • Bluthochdruck
  • Übergewicht/ungesunde Ernährung
  • Ein übermässiger Alkoholkonsum

 

In der späten Lebensphase spielen eine soziale Isolation und eine Verschlechterung des Sehvermögens eine Rolle. Ein weiterer Risikofaktor ist die Luftverschmutzung z.B. durch Feinstaub. 

Insgesamt sind ca. 40-45% aller Demenzfälle potenziell vermeidbar, wenn alle beeinflussbaren Risikofaktoren reduziert würden.

Selbst bei einer heute nachweisbaren und messbaren genetischen Disposition kann das Auftreten einer Demenz so um Jahre hinausgezögert werden.